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Ernst Kager

Puida 2

86977 Burggen

Tel.: 08860 - 751

 

Ernst Friedrich Kager wurde am 5. Mai 1926 in Arnschwang bei Furth i. Wald, nahe der Grenze zu Tschechien geboren. Er enstammt einer großen Familie.

 

Schon in seiner Kindheit und Jugend wird er von der Landschaft des Bayer- und Böhmerwaldes geprägt. 1928 wird die Kreisstadt Cham aus schulischen Gründen zu seinem Heimatort.

An der dortigen höheren Schule kann er einige Jahre lang an einem intensiven, sowie modern und lebendig gestalteten Kunstunterricht teilnehmen.

Die Wahl seines künftigen Berufes war damals schon vorgezeichnet.

 

Im Krieg -für Kager die fürchterlichste Zeit seines Lebens- hat sich der Wunsch, Kunsterzieher zu werden, durch verschiedene, kriegsbedingte Erlebnisse noch verstärkt.

Ende 1945, aus der Gefangenschaft zurückgekehrt, konnte er nach einem Aufnahmeverfahren ein Studium an der Akademie für Bildende Künste in München beginnen.

 

 

 
 

 

Bis zum Staatsexamen im Jahr 1951 waren dies die schwersten, aber auch die schönsten Jahre innerhalb einer künstlerischen Gemeinschaft: es gab weder Farben, noch Papier. Das nötigste zum Arbeiten mußte irgendwie beschafft werden; so wurden z.B. Tapeten von Ruinenwänden als Malgründe verwendet.

Es war eine Zeit des Nicht-Besitzens und Alles-Entbehrens. München war noch eine Trümmerstadt.

Nach dem Examen 1951/52 begannen für den jungen Kunsterzieher einige Wanderjahre: Bad Tölz, Lohr a. Main, sowie Kaufbeuren waren Stationen des Lehrens und Lernens.

 

 

 
 

 

Von 1956 bis 1961 ist er dann als Kunsterzieher an der Deutschen Schule / Goetheinstitut in Mailand tätig. Sein Auftrag als Kunsthistoriker bringt in täglich in Kontakt mit der ganzen Kunstgeschichte. Dabei lernt er auch die modernen Kunstströmungen kennen, wie den Expressionismus der deutschen und frankzösichen Schule, sowie vor allem die Vertreter der italienischen metaphysischen Malerei. Den Kubismus von Braque und Picasso hat er auf Reisen durch Frankreich und Spanien nacherlebt. Bei den französischen Impressionisten (Monet und Cezanne) hat er viel hinsichtlich seiner Maltechnik und Komposition lernen können.

 

 

 
 

 

 

Nach der italienischen Zeit finden wir Ernst Kager an einer Europaschule in Belgien, genauer im Kempenland, wieder, wo er 11 Jahre mit seiner Familie in Mol lebte.

Im Staatlich Graphischen Zentrum Frans Masereel erlernte er verschiedene Drucktechniken, insbesondere die der Lithographie. Es wurden ihm in dieser Zeit zwei staatliche Aufträge zugeteilt.

 

 

 
 

 

Seit 1976 lebt er mit seiner Familie in Burggen, einem kleinen Ort im bayerischen Alpenvorland in der Nähe von Schongau.

 

 

 
 

 

 

Kager braucht als Maler die Natur! Die vielen Werke von ihm entstanden in der direkten Auseinandersetzung mit der Umwelt, wobei er sich verschiedener Techniken, wie z. B. der des Aquarellierens bedient, die das schnelle Arbeiten und Festhalten an einem erlebten Augenblick unterstützen. Diesbezüglich ist das Aquarell unerbittlich und läßt keine Verbesserungen zu.

 

 

 
 
 

 

Im Überblick der Arbeiten von Kager spiegelt sich seine Lebensgeschichte wieder. Die vielen kunsthistorischen Einflüsse haben den Coloristen Kager zu einem interessanten Künstler gemacht. Die Liebe für die eigene bayerische Landschaft, zusammen mit der Bewunderung für die europäische, insbesondere die flämische und französische Kunst, haben Kager zu einem international denkenden und arbeitenden Künstler geformt, der in dieser Eigenschaft ein perfekter Vertreter des gesamteuropäischen Kulturerlebens darstellt.