Die Frage der Zukunftsgestaltung von ländlichen Gebieten ist mit vielen Unsicherheiten und mit Orientierungssuche verbunden, gerade angesichts der vielen dynamischen Umwälzungen die in der jüngsten Vergangenheit stattfanden und sich auch weiterhin abzeichnen. Die offensive Auseinandersetzung im Sinne einer aktiven Gestaltung des eigenen Lebensraumes ist eine zentrale Triebfeder des Zusammenschlusses im Auerbergland. Dabei wurde schon sehr früh erkannt, dass Zukunftsgestaltung in wichtigen Handlungsfeldern wie Wirtschaft, Landwirtschaft, Tourismus, Freizeit, Natur und Kultur von einer koordinierten und funktionierenden übergemeindlichen Zusammenarbeit abhängt. Vorhandene Verwaltungsgrenzen, wie Landkreise oder Regierungsbezirke, dürfen vor dem Hintergrund eines weiteren Zusammenwachsens in Europa nicht unüberwindliche Grenzen für eine sinnvolle Zusammenarbeit innerhalb eines historisch und in der Praxis begründeten gemeinsamen Kultur- und Naturraumes darstellen.
Die Anstrengungen und Erfolge, die das bisherige Auerbergland zweifelsfrei vorzuweisen hat, haben den Beteiligten gezeigt, dass Entwicklungsprozesse durch die Lokale Aktions Gruppe (LAG) auf der Basis der Mobilisierung der Eigenkräfte des Gebietes gut auf den Weg gebracht werden können. Beispiele sind die Befähigung zur verbesserten Organisation, Kooperation und auch Selbstmoderation, Wertzuwächse im Bereich des ländlichen Tourismus, der Vermarktung der Region, bei regionalen Kreisläufen im Bereich Handwerk, Handel und Gewerbe sowie bei Kooperation, Projektentwicklung und Umsetzung im Rahmen von Kooperationsprojekten mit nationalen und transnationalen Partnern
Die bisherigen Erfahrungen im Auerbergland zeigen klar auf, das beginnend bei der Entwicklung von Konzepten bis hin zur Umsetzung von örtlichen und Gemeinde-Übergreifenden Maßnahmen und Projekten die Bereitschaft und die Befähigung miteinander zu kommunizieren und in der Folge bei der Abstimmung und Umsetzung zu kooperieren eine der wichtigsten Voraussetzungen ist. Dies gelingt im Auerbergland sowohl auf den einzelnen Ebenen wie örtliche Arbeitskreise, überörtliche Fachgruppen und der kommunalen Entscheidungsebene im Sinne der bayerischen Gemeindeordnung. Durch die Organisations-Struktur ist aber auch das Zusammenspiel der einzelnen Ebenen im Auerbergland untereinander sowie mit den begleitenden und fördernden Fachbehörden gesichert.
Zusammenfassend stellen die aktive Bürgerbeteiligung als Grundlage der Förderung kreativer und innovativer Ideen, die interkommunalen Netzwerksbildung, sowie der gemeinsame Wille zur Weiterentwicklung von Leitzielen, Methoden und Strategien die Grundlage für Erfolgreiche und nachhaltig wirkende Projekte und Maßnahmen dar.