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Musikkapelle Lechbruck

Obwohl es nicht urkundlich nachgewiesen werden kann, fällt die Gründung einer Blaskapelle Lechbruck wohl in die Zeit der Säkularisation, als im Altlandkreis Füssen Musikkapellen gegründet wurden. Die älteste schriftliche Erwähnung für eine Blaskapelle findet sich schließlich 1879 im Kassenbuch des Krieger- und Veteranenvereins Lechbruck. In der folgenden Zeit sind es verschiedene Feste und Veranstaltungen wie Veteranenjahrtag und Bälle sowie ein Geburtstagsfest seiner Königlichen Hoheit Prinzregent Luitpold, bei welchen die Kapelle aufspielte. Im Jahr 1920 bestand die Blasmusik aus 28 Musikern, ihr Dirigent war Dr. Wiedemann.

 

Schwere Zeiten brachte der Zweite Weltkrieg, die Kapelle löste sich nahezu auf. 1945 war es Markus Lang, der die Musiker wieder zusammenrief und mit 16 Männern - vorwiegend Flüchtlingen - einen Neubeginn wagte. Am 8.1.55 wurde schließlich der Musikverein Lechbruck gegründet.

 

Der Wunsch nach einer einheitlichen Kleidung ging 1966 in Erfüllung. Dank großzügiger Unterstützung durch die Bevölkerung konnte eine neue Tracht beschafft werden (Ein Trachtenanzug mit schwarzem Hut). Heute trägt die Blaskapelle eine bodenständige Tracht - grauer Trachtenjanker, Lederhose, rote Weste und grüner Hut mit Flaum.

 

 

Pro-Musica Plakette

Seit der Gründung des Musikvereins lag die musikalische Verantwortung in den Händen folgender Dirigenten: Peter Lang, Markus Lang, Hans Barfüsser, Adolf Schicht, Willi Hof, Paul Kellner und Sepp Langenwalder. Durch intensive Proben- und Jugendarbeit sowie der Unterstützung der qualifizierten vereinseigenen Ausbilder gelang es ihm, das Niveau der Kapelle deutlich zu steigern. Dies machen die zahlreichen "ersten Ränge mit Auszeichnung" deutlich, die die Kapelle in den letzten Jahren bei Wertungsspielen in der Oberstufe errang. Nach Gerd Dietershagen übernahm im Januar 2009 Georg Müller die Stabführung der Blaskapelle. Als stellvertretender Dirigent stand bis Anfang 1993 Stefan Fichtl, bis 2008 Georg Müller in der Verantwortung, dann wurde Andreas Müller dieses Amt anvertraut. Die über die musikalischen Aktivitäten hinausgehenden organisatorischen Maßnahmen werden durch den Vorstand Herbert Thieme mit Unterstützung seines Stellvertreters Stefan Müller sowie den anderen Mitgliedern der Vorstandschaft bewältigt.

 

Höhepunkt der Vereinsgeschichte war 1988 das 16. Bezirksmusikfest im Bezirk III Füssen, das in Lechbruck stattfand. Dabei überreichte Präsident Karl Kling der Blaskapelle die vom Bundespräsidenten verliehene Pro-Musica Plakette.

 

Als weiterer Meilenstein in den Annalen darf das Jubiläumsfest zum 40jährigen Bestehen des Vereins nicht ungenannt bleiben. Diesen Geburtstag beging die Kapelle mit einem Musikfest im Juli 1995. Der Zusatz "1. Musikfest im Auerbergland" sollte die Verankerung Lechbrucks in der jungen Region "Auerberg" unterstreichen und unter den Auerbergland-Gemeinden eine neue Tradition gründen.

Im Jahr 2008 wurde das 26. Bezirksmusikfest im Bezirk III Füssen gefeiert. Diese Veranstaltung war der Höhepunkt des Jahres weit über die Bezirksgrenzen hinaus.

 

Aktivitäten der Musikkapelle

Zu den jährlichen Aktivitäten der Musikkapelle zählen Heimatabende, Konzerte, "Tag der Blasmusik", kirchliche Feste, Faschingsveranstaltungen, die Teilnahme an Wertungsspielen und Feiern ortsansässiger und auswärtiger Vereine.

 

Einer der Hauptaufgaben liegt jedoch in der Schulung des Nachwuchses, 30 Jungmusikanten stehen derzeit in Ausbildung. 1991 wurde auf Initiative des Dirigenten Josef Langenwalder eine Jugendkapelle gegründet, die die Jugendarbeit sinnvoll ergänzt und weiterführt. In den Anfangsjahren wurde diese Jugendgruppe von Stefan Fichtl geleitet, der zusammen mit den anderen Ausbildungsverantwortlichen hervorragende Aufbauarbeit leistete. Mit dem Amt des stellvertretenden Dirigenten übernahm Georg Müller auch die Stabführung der Jugendkapelle. Seit 2003 steht die Jugendkapelle unter der Leitung von Peter Matzneller.

 

Seit 1992 nimmt diese Kapelle bei Wertungsspielen teil und erzielte schon beachtliche Ergebnisse: Beim Musikfest 1996 in Seeg und 1997 in Osterzell erspielten die Jungbläser in der Unterstufe jeweils einen ersten Rang mit Auszeichnung.