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Schwabbruck

Schwabbruck

Die Gemeinde Schwabbruck, an der Schönach im nordwestlichen Teil des Landkreises Weilheim-Schongau gelegen, kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Schwabbruck, bis zum 19. Jahrhundert "Bruck" oder "Brugg" genannt, wird bereits in einer Urkunde von 1059 erwähnt. Seit dem 10. Jahrhundert bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1191 waren die Welfen die tatsächlichen Landesherren in Schwabbruck. Bis zum Tode Konradins waren die Hohenstaufen und nach ihnen die Wittelsbacher Inhaber der Landeshoheit. Das alte Welfengebiet westlich Schongau ist bald bayerisch, bald hochstiftisch. Urkundliche Erwähnungen von Schwabbruck finden wir in Kaufbriefen der Jahre 1332, 1333, 1335 und 1414. Unter dem Abt Johannes Lauginger einverleibte der Augsburger Bischof dem Füssener Kloster die Patronatspfarrei Schwabbruck. Bis ins Jahr 1493 reicht der Bau der Pfarrkirche "St. Walburga" zurück, die später barockisiert wurde und ein sehr sehenswertes Deckengemälde von J.A. Huber beherbergt.Ein Visitationsprotokoll von 1625 überliefert uns, daß es damals 12 ganze Bauern, 4 halbe Bauern mit zwei Pferden und 4 Anwesensbesitzer mit nur einem Pferd gab.Von 1632 an wird auch die Brucker Gegend Kriegsschauplatz und durch die nachfolgende Pest fast entvölkert. Im Jahre 1640 erbaut Georg Greif von Thingau hier eine Brauerei. Um diese Zeit sind aus dem Allgäu und von Tirol heraus neue Siedler ins Schönachtal gekommen. Bereits 1684 erhält der Ort eine neue Wasserleitung, die bis zum Jahre 1923 vollständig aus Holzdeicheln bestand. Um 1770 beschweren sich die Schwabbrucker wegen des angeblichen Verbotes des Fischfangs in der Schönach durch den Füssener Abt, der aber darauf hinweist, daß er nur das Fischen während der Laichzeit verboten habe.Auch wenn durch den tiefgreifenden Strukturwandel des ländlichen Raumes in den letzten Jahren wichtige Einrichtungen - wie z.B. die eigene Volksschule, das Standesamt oder der Bahnanschluß - verlorengingen, so konnte die Gemeinde doch ihre Selbstständigkeit bewahren. Durch die traditionelle landwirtschaftliche Prägung, die Entwicklung von typischen Handwerks- und Gewerbebetrieben, sowie die Schaffung der erforderlichen Infrastruktur stellt sich Schwabbruck heute als lebenswerte und aufstrebende Landgemeinde dar.Der Bevölkerungsstand mit derzeit ca. 990 Einwohnern hat sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. Die sehr aktiven örtlichen Vereine und Orgaisationen wahren das überlieferte Brauchtum und tragen durch das attraktive kulturelle, gesellschaftliche und sportliche Geschehen entscheidend zur Lebensqualität bei.Gemütliche Gaststätten, gepflegte Sportanlagen, vielfältige Veranstaltungen, Feste und Feiern laden zu einem Besuch in Schwabbruck ein. Der Einstieg in ein umfassendes Dorferneuerungsprogramm und der Aufbau eines dörflich- überschaubaren, umweltgerechten Fremdenverkehrs sichert die zukünftige Entwicklung der Gemeinde Schwabbruck.

 

Informationen unter Tel.: 08868 / 240

www.schwabbruck.de

gemeinde(at)schwabbruck.de

 

Quellenverzeichnis: Unser Landkreis stellt sich vor