Berühmter, ja weltberühmt, ist die Wallfahrtskirche „zum gegeißelten Heiland auf der Wies“ von Dominikus Zimmermann im Osten des Auerberglands. Als einer der Höhepunkte der Rokokockarchitektur wurde sie ins Weltkulturerbe aufgenommen. Die ausgereifte Raum- und Lichtästhetik der Wieskirche zieht täglich ein internationales Publikum an.
Am anderen Ende des Auerberglands, im Nordwesten, finden wir in klarer Form die stattliche romanische Basilika von Altenstadt, den einzigen gut erhaltenen romanischen Kirchenbau in Oberbayern. Aber auch das Welfenmünster in Steingaden, die Barockkapelle des berühmten Baumeisters Johann Jacob Herkomer in Sameister (der hier geboren ist), die großräumige und lichte Dorfkirche St. Nikolaus in Bernbeuren, die Wallfahrtskirche St. Anna in Burggen und die Martinskirche in Sachsenried, die „kleine Wies“, gelten als Schmuckstücke in dieser Kulturlandschaft. Die lange kunstfertige Tradition des Kirchenbaus und das künstlerische Schaffen in dieser Region haben unter vielen anderen die berühmten Bildhauer Roman Boos (der in der Münchner Residenz tätig war), den Lautenbauer Caspar Tieffenbrugger (der am französischen Königshof reüssierte) – beide aus Roßhaupten – und den Geigenbauer Hermann Joseph Stoß vom Auerberg hervorgebracht.
ZUR INTERAKTIVEN KARTE DER KIRCHEN UND KAPELLEN IM AUERBERGKLAND