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Kulturlandschaft und Kulturtourismus im Auerbergland und im Ostallgäu als Exkursionsziele für Augsburger Studenten

Mittelpunkt der Erläuterungen und Besichtigungen waren das Auerbergland und die Stadt Füssen im Ostallgäu. In Roßhaupten stellte der Auerbergland-Koordinator Reinhard Walk anhand einer inhaltsreichen Power-Point-Präsentation die Aktivitäten und Ergebnisse der 13 Gemeinden vor, die seit nahezu 20 Jahren in enger Zusammenarbeit mit Verwaltungs- und Fachbehörden die Förderprogramme der EU für die zukünftige Entwicklung im Einklang mit Natur und Kultur umsetzen. Dabei reichen die Handlungsfelder vom Hochwasserschutz über Landwirtschaft, Handwerk und Energie bis zu den Medien. Mehr als 60 Projekte mit einem Fördervolumen von mehr als zwei Millionenen Euro sind allein in den letzten zehn Jahren auf den Weg gebracht worden. Einen Schwerpunkt bildete dabei die Förderung kultureller Einrichtungen, vor allem der Museen, die sowohl für die Bewohner des Gebietes wie auch für die Touristen eine große Bedeutung haben. Deshalb gehörte zum Programm der Studenten auch ein Besuch im Dorfmuseum Roßhaupten und im neuen Auerbergmuseum in Bernbeuren sowie Geländebegehungen auf den Spuren der Römer auf dem Berg. Blitz, Donner und Starkregen konnten das Interesse der Studenten nicht beeinträchtigen. Besondere Beachtung fand auch die gute Zusammenarbeit über die Bezirks- und Landkreisgrenzen hinweg in einem gemeinsamen Kulturraum. Das große Interesse der Uni Augsburg an der Aktionsgruppe Auerbergland beweisen zahlreiche Seminararbeiten und das Thema einer Diplomarbeit, die sich, mit der Inwertsetzung der ehemaligen Bahnstrecke Kaufbeuren – Schongau, dem Sachsenrieder Bähnle, beschäftigt.

 

Die zweite Station war die Stadt Füssen, wo nach einem ausführlichem Infogespräch mit Thomas Riedmiller, dem Leiter des Kulturamtes, die herausragenden Sehenswürdigkeiten wie Kloster und Museum, Kirche St. Mang und das Hohe Schloss besichtigt wurden. Ein Rundgang durch den Altstadtkern mit Informationen über Geschichte, Struktur und heutige Funktion

rundeten das Programm ab. Dabei kamen auch die Ergebnisse einer Besucherbefragung über den Kulturtourismus am Beispiel der Landesausstellung „Bayern und Italien“ zur Sprache. Sie zeigen, dass Kulturtouristen für  den Ausstellungsbesuch und den  Aufenthalt im Durchschnitt 50 Euro pro Tag ausgeben und damit verschiedene Wirtschaftsbereiche einer Stadt positiv beeinflussen. Mit diesem Ergebnis konnten die Studenten überzeugend erfahren, dass Kulturlandschaft und Kulturangebote  wie Schlösser und Burgen, Ausstellungen und Konzerten eine beachtliche ökonomische Bedeutung für die jeweilige Region besitzen.