Die Geschichte von Roßhaupten

 

Roßhaupten als Zentrum der Eisenverarbeitung

Roßhaupten war im Frühmittelalter ein Industrieort, an dem Eisen geschmolzen wurde. Beim Aufstellen des Maibaums im Jahre 1935 stieß man am Dorfplatz in einer Tiefe von über 2 Metern auf zahlreiche Eisenschlackereste, die neben zahlreichen weiteren Funden am alten Schulhausplatz und östlich des Friedhofs belegen, dass hier Eisengewinnung in großem Ausmaß stattfand. Wieder lesen wir wichtige Hinweise in der Magnuslegende: Ein Bär zeigte dem Heiligen am Säuling, wo man Eisenerz fand. Tatsächlich holten die bekehrten Alemannen Eisenerz aus den Ammergauer Alpen und brachten es in „Rennöfen“ mit der Holzkohle aus den heimischen Wäldern um Roßhaupten zum Schmelzen. Ein rekonstruierter „Rennofen“ ist im Dorfmuseum von Roßhaupten heute noch zu sehen. Eine neuerlich geäußerte These nimmt dieses Schmelzverfahren zum Anlass und deutet den Namen „Roß“ von „rösten“, also dem Erhitzen von Eisenerz. „Haupt“ wäre demnach von „Hube“, einer alten Flächenbezeichnung für eine bewirtschaftete Fläche, abzuleiten.

 
 
 


Roßhaupten als mittelalterlicher Ruhrpott – Bild an der alten Schule von Pankraz Walk
 
 

Die Ortsgeschichte zum Download

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