Die alpenländisch-romanische Basilika St. Michael

Die restaurierten Türme der Basilika - eine Aufnahme aus dem Jahr 2011. Foto: Rolf Wieland

Die alpenländisch-romanische St. Michaels-Basilika, erbaut im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts, ist die erste ganz durchwölbte Kirche der Spätromanik in Bayern und eine der bedeutendsten süddeutschen Kirchen dieser Zeit. Ein romanisches Juwel im vom Barock dominierten Pfaffenwinkel mit einer kunstgeschichtlich sehr wertvollen Innenausstattung.

Da ist zunächst das monumentale Gnadenbild - volkstümlich „Der Große Gott von Altenstadt“ genannt. Der romanische Kruzifixus aus der Bauzeit der Kirche ist aus zwei in Schulterhöhe gekreuzten Lindenholzstämmen herausgearbeitet. Seine Länge beträgt 3,25 Meter und die Spannweite der Arme 3,18 Meter. Die beiden Assistenzfiguren, Maria und Johannes, sind genaue Kopien der Originale, die ebenfalls aus dieser Zeit stammen und 1868 an das Bayerische Nationalmuseum in München verkauft wurden. Die erhabene Triumphkreuzgruppe steht auf dem - Chor und Langhaus trennenden - Lettnerbalken, der 1994 in die wiederentdeckten quadratischen ursprünglichen Maueröffnungen eingelassen wurde. Es handelt sich dabei um den zweiten Lettnerbalken, der zeitlich nachweisbar ist.

Hinzu kommt das Taufbecken, eines der bedeutendsten aus der Zeit der Romanik im deutschen Sprachraum. Die künstlerisch und theologisch sehr wertvollen Reliefs zeigen thematisch den Taufritus.

Ebenfalls aus der Bauzeit der Basilika stammt das 1994 entdeckte und anschließend freigelegte monumentale Christophorusfresko von 8 Meter Höhe. Es gehört zu den ältesten romanischen Christophorusdarstellungen dieser Art in Bayern.

Sehr bedeutungsvoll ist auch das spätromanische Kreuzigungsfresko im rechten Seitenschiff. Das trifft auch auf die gotischen Fresken beiderseits des Chorraumes zu.

Aus der Neuzeit stammt die 1998 in den Dienst gestellte Orgel mit zwei Manualen und 29 klingenden Registern.

Das Landesamt für Denkmalpflege in München hat am 28. April 2004 die Basilika, sie ist zugleich Pfarrkirche von Altenstadt, zum Baudenkmal von nationaler Bedeutung erklärt.

Weitere Infos zur Basilika:
Freunde der Romanischen Basilika St. Michael e.V.

 
Romanisches Taufbecken; dargestellt ist auf dieser Seite Johannes der Täufer. Foto: Verlag Schnell & Steiner
 

Die romanische ehemalige St. Lorenzkirche

Ansicht von Südosten, Aufnahme von 1877. Foto: Eduard Fentsch
Die westliche Giebelseite, aufgenommen um das Jahr 2000.

Mit der in den Jahren 1811/1812 in ein bäuerliches Wohnhaus umgebauten ehemaligen St. Lorenzkirche hat die Gemeinde Altenstadt ein weiteres bedeutendes Baudenkmal das bereits aus der Mitte des 12. Jahrhunderts stammt und ein Zeugnis seiner langen und herausragenden Geschichte darstellt. Chorraum mit Apsis sowie der vorhandene Glockenturm wurden beim Umbau abgebrochen. Der romanische, jedoch einschiffige Tuffsteinquaderbau mit Chorraum und Apsis war ebenso wie die Basilika über den Grundmauern einer Vorgängerkirche errichtet worden.

Soweit es sich nachvollziehen lässt, steht die ehemalige St. Lorenzkirche und der dazugehörige Meierhof mit der Errichtung einer Burg auf dem gegenüberliegenden Burglachberg unter Welf VI., errichtet für seinen einzigen Sohn Welf VII., in Verbindung. Als Bauzeit darf die Mitte des 12. Jahrhunderts angenommen werden.

 

Die Pfarrkirche Heilig Kreuz in Schwabniederhofen

Nach den Feststellungen und Ergebnissen einer Befunduntersuchung, die für eine mittlerweile durchgeführte Restaurierung erfolgte, geht sie auf eine romanische Vorgängerkirche zurück. In Schenkungs- und Tauschurkunden von Welf VI. aus der Zeit zwischen 1166 und 1183 wird Schwabniederhofen als "Nidrohoven" urkundlich erwähnt. Es darf deshalb davon ausgegangen werden, dass Schwabniederhofen ebenso wie Altenstadt zum welfischen Eigenbesitz (Allod) gehörte und der Bau der Urkirche zur Zeit der Welfenherrschaft erfolgte. Die neugotische Ausstattung, bestehend aus Hauptaltar, zwei Seitenaltären und Kanzel wurde um die Wende zum 20. Jahrhundert vom Kunstschreinermeister Josef Anton Keller aus Altenstadt (aus Schwabniederhofen gebürtig) angefertigt.

 

Die Marienkapelle

Der genaue Ursprung und der Anlass für den Kapellenbau ist nicht bekannt, jedoch lässt sich nachweisen, dass die Kapelle zumindest seit dem Jahr 1783 besteht. Bei der Renovierung im Jahr 1909 wurde an der Rückseite des Altares eine Tafel angebracht. Daraus kann man entnehmen, dass diese Kapelle im Jahr 1862 Eigentum des Bauern Franz Schleich wurde und im gleichen Jahr erfolgte auch eine Neufassung des Altares. Im Jahr 1866 wurde von Franz Schleich der Turm mit Glocke unter Leitung des Schreiners Eustach Gast gebaut und im Jahr 1885 der kleine Dachstuhl erneuert. Im Jahr 1909 fand dann eine Gesamtrenovierung der Kapelle durch die Bauern Franz Schleich und Georg Lang sowie dem Maler Johann Stegmüller aus Schongau statt.

Im Jahr 1960 wurde die Kapelle von den Eheleuten Josef und Lidwina Ranz der Gemeinde Altenstadt überlassen.

In den Jahren 1975/76 erfolgte wiederum eine Renovierung der Kapelle. 

Ab dem Jahr 1998 wurde die Kapelle von freiwilligen Helfern saniert und renoviert. Die Außenrenovierung konnte größtenteils im Jahr 2003 abgeschlossen werden. Die Arbeiten für die Innenrenovierung wurden vom örtlichen Kirchenrestaurator Paul Ressl durchgeführt und im Jahr 2009 beendet.   

 

Der Via Claudia-Platz

Der Platz wurde im Jahr 2008 während der noch laufenden Dorferneuerung angelegt. Die Eröffnung fand am 30. August 2008 statt. Am neu erstellten Verbindungsweg zwischen der Schongauer Straße und der Raiffeisenstraße sowie der Sonnenstraße steht das im Jahr 1883 geschaffene Via-Claudia-Denkmal. Des Weiteren befinden sich dort ein Nachbau der ursprünglichen kaiserlichen Heer- sowie mittelalterlichen Handels- und Pilgerstraße und eine schön gestaltete Brunnenanlage. Der Wegbeginn wird beidseitig von einer Stele mit dem Bildnis des Kaisers Claudius flankiert.

 
 

Kirchen- und Kapellen-Rundwanderweg

Sehr oft sind wir in der heutigen Zeit in Eile; deshalb ist es um so wichtiger,  einen Ruhepol zu finden. Der Rundweg ermöglicht den Wanderern den Alltagsstress abzulegen, um sich einmal Zeit für sich und Begleiter zu nehmen. Dabei laden liebevoll gestaltete Kapellen und Kirchen, als auch die unvergleichliche Alpenvorlandschaft zum Verweilen ein.

Zur besseren Orientierung und als Wegbegleiter wurde ein Flyer entworfen, für den Herbert Hör den Text und die Bilder erstellt und den die Firma Ostenrieder Design und Marketing ansprechend  gestaltet hat. Den Flyer gibt es im Rathaus  Altenstadt, in den verschiedenen Touristikbüros der umliegenden Gemeinden oder direkt hier zum Herunterladen. Ein Dank  geht an die Landjugend Altenstadt für die Beschilderung des Weges.

Den Flyer gibt es Startet den Datei-Downloadhier zum herunterladen.

Weitere Fuß- und Radwege sind Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterhier zu finden.

 

Das Strumpfmuseum

Neben dem Fabrikverkauf der Firma Vatter befindet sich das Stumpfmuseum. Die Geschichte des Strumpfes und seiner Herstellung wird anschaulich erklärt. Viele Unikate wie z. B. Handstrickstrümpfe aus dem Jahre 1850 oder der erste Perlonstrumpf der Welt können dort bestaunt werden.

Niederhofener Str. 10
86972 Altenstadt
Telefon 0 88 61 / 2 56 79 01

Die Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr
Samstag                   von 9 bis 13 Uhr

 
 

Lechrainer Doppelhaus

Sehenswert ist das in der Ortsmitte stehende "Lechrainer Doppelhaus" - das letzte von vier nachweisbaren - an der Einmündung der St. Lorenzstraße in die Schongauer Straße. Der ursprüngliche Holzständerbau - heute noch längsgeteilt mit zwei verschiedenen Besitzern - wurde dem Ergebnis einer vor mehreren Jahren durchgeführten Jahresringdatierung von Holzbalken zufolge (1607/08) spätestens 1610 erbaut. In späterer Zeit wurden die Hauswände großteils verputzt. Es stellt trotz einiger zwischenzeitlich vorgenommener Veränderungen noch den vor 400 Jahren im Ort und in den lechrainischen Dörfern oftmals verwendeten Haustyp dar.

Steht mitten in der Ortschaft: das Lechrainer Doppelhaus (nördlich der Schongauer Straße).

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