Streuobstbäume für das Auerbergland

Im Rahmen des bayerischen Streuobstpakts wird das Förderprogramm "Streuobst für alle" auch im Auerbergland mit großem Engagement umgesetzt. Ziel der Initiative ist es, neue hochstämmige Obstbäume zu pflanzen, bestehende Streuobstwiesen zu erhalten und damit die Artenvielfalt sowie das traditionelle Landschaftsbild der Region zu stärken. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Gemeinden beteiligen sich an der Aktion. Über das Programm können hochstämmige Obstbäume – etwa Apfel-, Birnen- oder Kirschbäume – mit bis zu 45 Euro pro Baum gefördert werden. Die Organisation der Sammelbestellungen erfolgt in enger Abstimmung mit den Kommunen und der Umsetzungsbegleitung ILE Auerbergland. Die große Resonanz zeigt: Das Bewusstsein für den ökologischen Wert von Streuobstwiesen wächst. Sie bieten Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten und liefern zugleich regionales Obst. Mit jeder Neupflanzung wird ein wichtiger Beitrag zum Natur- und Klimaschutz sowie zur Biodiversität im Auerbergland geleistet.
Das Förderprogramm „Streuobst für alle“ wird von der Bayerischen Staatsregierung gemeinsam mit den Ämtern für Ländliche Entwicklung realisiert. Es verfolgt das Ziel, bestehende Streuobstwiesen zu bewahren und neue anzulegen, welche neben der Schaffung von wichtigen Natur- und Lebensräumen maßgeblich das Erscheinungsbild unserer Kulturlandschaft prägen.
Gigabitförderung für Schwabsoien
Die Gemeinde Schwabsoien (einschließlich Sachsenried) wird im Rahmen der bayerischen Gigabitförderung (BayGibitR) durch das Bayerische Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat und ergänzender Bundesmittel beim Glasfaserausbau unterstützt. Im Oktober 2025 wurde bekannt gegeben, dass ca. 1,1 Mio. Euro vom Bund und 0,9 Mio. Euro vom Land für den Breitbandausbau in Schwabsoien zur Verfügung stehen. Durch diese Förderung solllen 458 Häuser in Schwabsoien und Sachsenried einen Glasfaseranschluss bis ins Gebäude erhalten.
Schnitzerstadel wird zum Nahversorger für Bernbeuren
Mit der Umnutzung des historischen Schnitzerstadels setzt die Gemeinde Bernbeuren ein starkes Zeichen für die Zukunft der Nahversorgung im Ort. Das denkmalgeschützte Gebäude im Ortskern wird derzeit umfassend saniert und zu einem modernen Nahversorger umgebaut. Es entsteht ein Lebensmittelmarkt mit ergänzendem Angebot wie Bäckerei und Cafébereich. Im Erdgeschoss sind Lager- und Nebenräume vorgesehen. Besonderes Augenmerk liegt auf der denkmalgerechten Sanierung, damit das ortsbildprägende Erscheinungsbild des Schnitzerstadels erhalten bleibt.Mit dem Umbau verbindet die Gemeinde das Ziel, die Grundversorgung vor Ort langfristig zu sichern und gleichzeitig die historische Bausubstanz im Herzen Bernbeurens zu bewahren. Unterstützt wird das Projekt durch Fördermittel der Dorferneuerung, unter anderem durch das Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern. Die Fertigstellung und Eröffnung des neuen Nahversorgers sind für 2026 geplant.
Klimafeste und wassersensible Landschaften Auerbergland

Die Veränderungen des Klimas sind durch Starkregen, Hochwasser und Hitzeperioden auch im ländlichen Raum um den Auerberg spürbar. Um sich dafür zu wappnen, haben sich die 14 Gemeinden der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) Auerbergland seit dem Jahr 2020 intensiv ausgetauscht und mit dem Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern die Grundlage für das interkommunale Projekt „Klimafeste und wassersensible Landschaften“ geschaffen.
„Hauptaufgabe des Projekts ist es, Natur und Landschaft widerstandsfähig gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels zu machen. Die Maßnahmen und weiteren Projekte sollen dabei aber unter starker Mitwirkung der Menschen vor Ort umgesetzt werden,“ so Susanne Huber vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern.
Um das zu gewährleisten, wurden im Vorfeld durch das Planungsbüros Interviews mit den Bürgermeistern geführt sowie verschiedene Planungs- und Geodaten erfasst. Auf dessen Grundlage hat das Planungsbüro ein Konzept erarbeitet, das den Gemeinden einen schnellen Überblick über Potential- und Risikoflächen sowie Vernetzungsbereiche verschaffen und geeignete Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen soll. Der Fokus liegt dabei auf der stärkeren Vernetzung von Biotopen, dem Erhalt von Grünelementen im Dorf, der Verbesserung des Wasserrückhalts und dem Ausbau von erneuerbaren Energien. Bei der Umsetzung der Maßnahmen soll außerdem die Mehrfachnutzung (sogenannte Multicodierung) der Flächen berücksichtigt werden.
Die teilnehmenden Kommunalvertreter sowie lokalen Experten und Akteure aus den Gemeinden brachten sich in das Projekt ein, um die Erfahrungen, Erwartungen und Bedürfnisse der Gemeinden im Projekt zu verankern. Es ist ein Zielkonzept mit Maßnahmenbaukasten entstanden, der beispielhaft für verschiedenen Flächentypen im ILE-Gebiet Projekte aufzeigen soll und auf die einzelnen Gemeinden übertragbar ist.
Das Projekt wurde durch das Amt für Ländliche Entwicklung gefördert und im Juli 2025 abgeschlossen. Die Ergebnisse stellen eine Grundlage für die zukünftige Arbeit der ILE Auerbergland und der Schwammregion dar.
Dorfgemeinschaftshaus Kinsau

Mit der feierlichen Eröffnung des neuen Dorfgemeinschaftshauses im November 2024 hat die Gemeinde Kinsau einen bedeutenden Meilenstein für das örtliche Gemeinschaftsleben gesetzt. Nach intensiver Planungs- und Bauphase entstand ein moderner Treffpunkt, der künftig Vereinen, Bürgerinnen und Bürgern sowie kulturellen Veranstaltungen Raum bietet, Der Neubau ersetzt die frühere Mehrzweckhalle und wurde im Rahmen der bayerischen Dorfentwicklung realisiert. Das Projekt wurde durch Fördermittel des Freistaats Bayern unterstützt. Das Dorfgemeinschaftshaus verfügt über einen großzügigen Veranstaltungssaal, moderne Nebenräume sowie Proben- und Aufenthaltsräume für örtliche Vereine. Bereits kurz nach der Fertigstellung wurde das Haus mit einer offiziellen Einweihungsfeier seiner Bestimmung übergeben. Mit dem neuen Gebäude stärkt Kinsau nachhaltig das soziale und kulturelle Miteinander im Ort und schafft einen zentralen Treffpunkt für kommende Generationen.
Dorfgemeinschaftshaus Burggen

Mit dem neuen Dorfgemeinschaftshaus schafft die Gemeinde Burggen einen modernen Treffpunkt für Vereine, Gruppen und Bürgerinnen und Bürger. Nach mehrjähriger Planungs- und Bauzeit ist ein Gebäude entstanden, das künftig als zentraler Ort für das gesellschaftliche und kulturelle Leben im Dorf dient. Das Projekt wurde auf den Weg gebracht, um den örtlichen Vereinen zeitgemäße Räume für Proben, Versammlungen und Veranstaltungen zu bieten. Neben einem großen Veranstaltungssaal stehen auch Nebenräume und eine Küche zur Verfügung. Ziel war es, die Dorfgemeinschaft nachhaltig zu stärken und einen Ort der Begegnung für alle Generationen zu schaffen. Mit dem Dorfgemeinschaftshaus investiert Burggen nicht nur in Infrastruktur, sondern vor allem in den Zusammenhalt und die Zukunft des Ortes und schafft einen gemeinsamen Mittelpunkt in der Gemeinde.
